Das südhessische Darmstadt ging im Juni 2017 als Sieger des Wettbewerbs „Digitale Stadt“ hervor, den der Branchenverband der Digitalwirtschaft Bitkom e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) auslobte.

Übergreifend soll es in der Vorzeigestadt nun um Smart-City-Konzepte u. a. in den Bereichen Verwaltung, Verkehr, Gesundheitswesen, Energie, aber auch in Kultur und Handel gehen.

„Darmstadt bei eBay“ noch nicht in Sicht

Für den Handel war ursprünglich eine Kooperation mit eBay im Rahmen dessen eBay-City-Programm (lokal & digital) geplant. Im April 2018 fand hierzu ein nach eigenen Angaben „erfolgreicher Starter-Workshop mit 40 Einzelhändlern“ statt. Seither jedoch ist weder „Darmstadt bei eBay“ gelauncht worden noch wurden weitere handelsbezogenen Veranstaltungen durchgeführt.

eBay war eines der mehr als zwei Dutzend Unternehmen aus der Digitalwirtschaft, die den Wettbewerb „Digitale Stadt“ unterstützten. Als Initiatoren von „Darmstadt bei eBay“ werden neben eBay und der Digitalstadt Darmstadt GmbH auch Darmstadt Citymarketing e.V. genannt.

Kurioserweise zählt auch das KIEZKAUFHAUS aus Wiesbaden, ebenfalls Infrastrukturgeber für lokale Online-Marktplätze, zu den in einer „Digital Supporter Map“ aufgeführten Unterstützern der Bewerbung zur Digitalstadt. Aber auch hier sind derzeit keine konkreten Maßnahmen der Zusamenarbeit feststellbar.

Statt Online-Marktplatz lediglich ein Online-Schaufenster auf externer Plattform

Allerdings – und dieser Umstand ist Anlass der Listung der Initiative als „Online-Schaufenster ohne Shop- und Reservierungsfunktionalität“ auf LocalCommerce.info – hat man sich zwischenzeitlich der noch relativ unbekannten Plattform „Watch my City“ angeschlossen. Die Anwendung für mehr Online-Sichtbarkeit macht 360-Grad-Ansichten von Geschäften und gastronomischen Betrieben möglich. Diese können zu einem virtuellen Stadtrundgang verknüpft werden.

Ende August 2018 hatten sich 97 Betriebe aus Darmstadt dafür angemeldet, davon alleine 27 aus dem Stadtteil Arheilgen, wo sich der Gewebeverein Arheilgen als treibende Kraft entpuppte. Der Gewerbeverein integriert den 360-Grad-Rundgang auch in seinem eigenen Webauftritt.

Mitte September 2018 werden in und um Darmstadt rund 200 Betriebe in der Anwendung gelistet, davon sind allerdings nur 37 Einzelhandelsgeschäfte.

Wo es hingehen soll

Wie sich die Projektträger der „Digitalstadt Darmstadt“ die Zukunft des Konsumierens, Arbeitens und Lebens vorstellen, wurde bereits in einem Video festgehalten: