Die CIMA Beratung + Management GmbH hat unlängst ihr Stadtmarketingmodell um eine tragende Säule erweitert: „Digitales Marketing“.

Nach Ansicht des Kommunalberatungsunternehmens der ersten Stunde haben Citymanagement und Stadtmarketing eine „Ausweitung des grundlegenden Aufgabenspektrums“ nötig. Städte und Gemeinden müssten das „digitale Marketing als Instrument zur Sicherung der Daseinsvorsorge und der eigenen Attraktivität begreifen“, so die CIMA in ihrem Blog.

Den passenden Rahmen dafür lieferten lokale Online-Plattformen, die in der zweijährigen Untersuchung „Gemeinsam online“ umfassend beobachtet wurden (siehe Abschlussbericht als PDF-Download). Das positive Resümee der Studie wird jedoch wohlwissend vor dem Hintergrund gezogen, dass lokale/regionale Online-Marktplätze keine eierlegende Wollmilchsäue sind und schon gar nicht als Selbstläufer fungieren. Sie sind eine basale Infrastruktur zur kooperativen Entfaltung lokaler Gewerbetreibende im digitalen Zeitalter. Umsichtiges Veränderungsmanagement und technisch-konzeptionelles Know-how seitens der Kümmerer bleiben dabei die Grundvoraussetzung für den Erfolg dieser Online-Sichtbarkeitsmodelle. Mehr unter: https://gemeinsam.online/

Einschätzung meinerseits

Die gegenwärtige Debatte über den Zuständigkeitsbereich des Stadtmarketings oder Citymanagements für den digitalen Raum im Sinne des digitalen Dachmarketings erinnern an die Diskussionen der 1980er-Jahre, als sich das heute weitestgehend verankerte, wenn auch oft unterausgestattete Stadtmarketing von Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung abgrenzen musste.

Ob es den Organisationen und Initiativen gelingt, „digitale Heimaten“ zu erzeugen, wird ganz davon abhängen, ob sich die Kommentatoren, Medien und politischen Entscheidungsträger landauf, landab von der allzu bequemen Fehleinschätzung „Lokale Online-Marktplätze bringen nichts.“ verabschieden werden.