Es ist der Gau eines jeden Start-ups. Man strampelt sich in den ersten Jahren ab, um einigermaßen in der Öffentlichkeit und Presse wahrgenommen zu werden und dann muss ein Rebranding her. Woran es auch immer im Falle des Local-Commerce-Infrastrukturgebers Lokaso aus Siegen gelegen haben mag – nun heißt das seit 2016 agierende Unternehmen, das in aller erster Linie durch „Lokaso in Siegen“ bekannt wurde, Lozuka.

Wie das Unternehmen um Geschäftsführer Patrick Schulte und Thimo Eckel bekannt gab, will man künftig „mit einer verfeinerten und ausgefallen Marke, die es einfacher macht, das Projekt von anderen lokalen Marktplätzen abzugrenzen“ agieren.

Die Umbenennung hat aber freilich auch ihre Tücken. So will nun die Betreibergesellschaft im süddeutschen Kreis Emmendigen, die noch im November einen regionalen Online-Marktplatz auf Basis der Lozuka-Technologie live bringen will, ihren Namen in „Onloka“ samt Webadresse „onloka.com“ ändern (Quelle: Badische Zeitung vom 28. Oktober 2018).

Damit wäre also auch Lozuka mehr oder weniger auf dem Weg, als White-Label-Konstrukt Abnehmer zu finden. Ausdrücklich hat man sich ja beim Start in Siegen gerade nicht für eine White-Label-Lösung entschieden, um die Marke Lokaso, jetzt: Lozuka als Zugpferd aufzubauen – nicht zuletzt um mögliche interregionale Synergien, etwa bei der Sortimentsbreite, zu erzielen.

Über die Problematik bzw. die Vorzüge des White-Labelings der technischen Infrastruktur im Kontext von digitalen City-Initiativen finden Sie auch mehr im Buch „Local Commerce“ (Kap. 3.4.1, S. 161 ff.).

Wie auch immer: Lozuka steht für „Lokal zuhause kaufen“ und wird sich weiterhin um die Akquise von Betreibergesellschaften zur Anbindung von Regionen und Städten an die Local-Commerce-Infrastruktur bemühen. Mit Emsaue, Spremberg, Isartal und Emmendingen stehen bereits vier weitere Lozuka-Regionen in den Startlöchern. Die Siegener Plattform wird in Kürze auf den neuen Namen umgestellt, die Änderung in Lozuka.Arnsberg soll im Januar 2019 vollzogen sein.