In München machen im März drei Platzhirsche aus dem stationären Handel gemeinsame Sache. Es geht um nichts geringeres als die Verführung zum Kauf in der Stadt. Dabei gehen die Protagonisten weit über ein schnödes „Kauft vor Ort und alle sind happy“ hinaus. Sie positionieren sich als Kuratoren für coole Produkte und proben nebenbei den Aufstand gegen langweilige Citys.

Logo der Kampagne #KAUFLOKAL
Daumen hoch für den Lokalismus

Kampagnen zur Bindung lokaler Kaufkraft mit moralischem Impetus sind immer eine heikle Angelegenheit. Wir kennen sie zuhauf: „Lass den Klick in deiner Stadt“, „Heimat Shoppen“ und andere Aktionen kommen meist nicht über ein Lamento der Initiatoren aus Medien und Verbänden hinaus. Schlimmer noch, allzu oft verpuffen sie ohne Widerhall im lokalen Handel und in der Konsumbevölkerung. Zu bieder, zu aufgesetzt, zu statisch scheinen die meisten Kampagnen. Erfrischend anders wirkt deshalb die Münchner Variante einer Pop-up-Aktion, die von Händlern selbst initiiert wurde – und sie kommt der Mutter aller Buy-Local-Kampagnen aus den USA, dem „Small Business Saturday“, nicht nur in der Farbgebung recht nahe.

Die Aktion #KAUFLOKAL findet vom 11. bis einschließlich 23. März 2019 im HIRMER Stammhaus, bei BETTENRID und im SPORTHAUS SCHUSTER statt. Der Herrenausstatter HIRMER führt die Aktion bereits zum vierten Mal in Folge durch und holte für dieses Jahr die Kollegen aus dem Betten- und Sporthandel dazu.

Die drei Münchner Familienunternehmen setzen zusammen mit 80 Münchner Marken aus den Bereichen Mode, Handwerk, Genuss und Lifestyle ein, wie es in der Pressemitteilung heißt, „eindeutiges Zeichen für den lokalen Handel und gegen die Vereinheitlichung der Innenstadt durch große Handelsketten“.

Kooperatives Marketing ist den traditionsreichen Handelsbetrieben nicht fremd. Sie sind auch maßgebende Akteure der Initiative „Münchens Erste Häuser“. Während der Aktion #KAUFLOKAL verstehen sich die drei Häuser nun als Kuratoren einer Ausstellung, die Besucher auf eine Entdeckungsreise durch München einlädt.

Ein sog. „Cool Guide“ liegt bereits vor. PDF-Download »