Wie die Rheinpfalz berichtet, wird sich Kaiserslautern auf eine App zur Steigerung der Online-Sichtbarkeit des lokalen Gewerbes einlassen. Mit „Kajasho“, was so viel heißt wie „Kaiserslautern sagt ja zum Shopping“, sollen Angebote von Händlern und Dienstleistern der Stadt kommuniziert werden.

Die Saitow AG steckt hinter der Lösung „Kajasho“. Vorerst will man ,nur‘ Gastronomen mit der Angabe von Mittagstischen etc., dann Dienstleister wie Friseure, Massagepraxen oder Nagelstudios listen. Mit einer Reservierungsfunktion soll die App entsprechenden Mehrwert für die Nutzer haben.

Nach diesem Testlauf sollen dann die gemeinhin als ,schwieriger‘ geltenden Händler auf die Plattform gebracht werden. Klingt auf dem Papier nach einem gut durchdachten Vorgehen, aber ich möchte fast zurufen: Leute, ohne Multi-Vendor Online-Shop wird das nichts!

Der Handelsverband, der Oberbürgermeister und die KL.digital GmbH („Herzlich digital“) stehen hinter dem Projekt. Die Saitow AG wiederum blickt immerhin auf 15 Jahre Erfahrung in Sachen Marktplatzlösungen zurück. Zu deren Portfolio zählen zum Beispiel ein B2B-Marktplatz und eine Preissuchmaschine für den Reifenhandel, aber auch eine Waschstraßen-App und diverse Lösungen für den KfZ-Bereich.

Die Stolperfallen der mutmaßlichen Online-Schaufenster-Lösung in Kaiserslautern zeichnen sich bereits ab: Man hofft darauf, dass die gelisteten Unternehmen aktuelle Daten zu Angeboten und Terminen bereitstellen (Viel Spaß beim Hinterherlaufen!). Teilnahmegebühr und Provision fallen nicht an (Was nichts kostet, ist nichts wert!).

Das Konzept ging aus der Bewerbung von Kaiserslautern zum Bitkom-Wettbewerb „Digitale Stadt“ vor zwei Jahren hervor, wo man es immerhin bis ins Finale schaffte, sich dann aber Darmstadt geschlagen geben musste. Aus dem Prozess hat man sicher gelernt, dass die geplante App mit einem „Digitalen Kümmerer“ aus der KL.digital GmbH in die Stadt und das ortsansässige Gewerbe getragen werden muss.