Die deutschlandweit zweite Überblicksstudie zu Ansätzen im Local Commerce (Abb.: CCEC)
Die deutschlandweit zweite Überblicksstudie zu Ansätzen im Local Commerce (Abb.: CCEC)

Bisher lag mit der CIMA-Publikation „Gemeinsam online? Digitale City-Initiativen auf dem Prüfstand“ (PDF-Download ») eine der wenigen Überblicksstudien zu lokalen Online-Marktplätzen vor. Bereits Ende letzten Jahres aber hat das Competence Center E-Commerce (CCEC) mit „Lokale Shoppingplattformen 2016“ eine weitere Orientierungshilfe für Akteure aus Stadtmarketing, City-Management und Wirtschaftsförderung beigesteuert – auch wenn man sich ergänzend zum Scoring eine mutigere Haltung bei der Bewertung gewünscht hätte.

Eine sehr brauchbare Typologie der unterschiedlichen Marktplatz-Ansätze, zu denen auch Online-Schaufenster gezählt werden, ist das Herzstück der Studie. Die Autoren Prof. Dr. Weber, Michael Bollweg und Markus Sieperman unterscheiden entlang der Achsen Transaktionsfähigkeit und Funktionsumfang folgende Plattform-Typen:

  • Händlerarchiv-Plattform
  • Produktarchiv-Plattform
  • Produktanfrage-Plattform
  • Empfehlungs-Plattform
  • Transaktions-Plattform

Schlüsselelement Warenverfügbarkeit – Verbraucherbefragung spricht deutliche Sprache

Im Gegensatz zur CIMA-Untersuchung von 2015 bleibt die Rolle des Stadtmarketings bzw. City-Managements bei lokal verankerten Shoppingplattformen unterbelichtet. Dafür aber hat man mit einer Verbraucherbefragung am Sitz des CCEC, in der 50.000-Einwohner-Kreisstadt Soest, einige sehr erkenntnisreiche Einblicke in das Verbraucherverhalten, vor allem aber in das Wunschdenken des lokalen Kunden in Bezug auf lokale Shoppingplattformen erhalten.

Wie bereits bei der IFH/KPMG-Befragung von Ende 2015 wird auch in der Soester Untersuchung deutlich: Eine Mehrheit der Verbraucher sieht lokale Online-Marktplätze als nützlich an, wenn vor allem eines gegeben ist: die Abbildung der stationären Warenverfügbarkeit.

Das CCEC, das sich als Plattform für Wissenschaft & Praxis begreift, fokussiert bei Handelsthemen vor allem auf den inhabergeführten stationären Einzelhandel (ISEH). Die Forschungseinrichtung ist an drei universitären Einrichtungen verankert: an der Freien Universität Berlin, an der Ruhr-Universität Bochum und an der Fachhochschule Südwestfalen. Neben Themen wie E-Learning oder ökonomische Theorien hat das CCEC als erste akademisch geprägte Einrichtung „Local Commerce“ zum Schwerpunktthema gewählt. Die Studie „Lokale Shoppingplattformen 2016“ liegt auch in englischer Sprache vor.

Mehr zum CCEC: www.ccec-online.de

PDF-Download der Studie (dt) »

PDF-Download der Studie (engl.) »